VERA MATTMANN & MARKUS BÜRGI
Opening & Release Freitag, 19.06. ab 18.00 Uhr Ausstellung bis am 18.07. 2026
Mit Vera Mattmann und Markus Bürgi begegnen sich in der Redaktion zwei künstlerische Positionen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten. Während Bürgi aus bemalten Stoffen, Schleifstaub und Fundmaterialien vielschichtige Objekte und Installationen entwickelt, erschafft Mattmann Bildwelten voller Blumen, Tiere, Körper und traumartiger Figuren.
Bei näherer Betrachtung zeigen sich überraschende Verbindungen. Beide Positionen kreisen um Prozesse der Verwandlung. Wachstum, Erinnerung, Vergänglichkeit und die ständige Veränderung von Formen ziehen sich durch ihre Arbeiten wie ein roter Faden. Natur erscheint dabei nicht als Abbild, sondern als Denkmodell: als Ort von Bewegung, Übergängen und neuen Möglichkeiten. Die Werke begegnen sich dabei wie Spiegelbilder. Was bei Vera Mattmann als Traum oder innere Erfahrung sichtbar wird, erscheint bei Markus Bürgi als Material, Schichtung und geologische Zeit. Während Vera Mattmann inneren Bildern eine äussere Form verleiht, gibt Markus Bürgi äusseren Prozessen eine poetische und persönliche Bedeutung. Zwischen beiden Positionen entsteht ein Resonanzraum, in dem sich Innen und Aussen, Vorstellung und Materie, Intuition und Transformation gegenseitig spiegeln.
Die Ausstellung bringt zwei eigenständige Bildsprachen in einen offenen Dialog. Gerade in ihren Unterschieden eröffnen sie überraschende Berührungspunkte und laden dazu ein, vertraute Formen neu zu sehen.
Abbildungen:
Markus Bürgi, stones among stones. (Konglomerat), 2026
Schleifstaub (Rückstände Acryl auf Baumwolle geschliffen), mineralische Bindemittel, Farbe.
ca. 28 x 21 x 24 cm
Vera Mattmann, Gross und Stark, 2026
Öl auf Leinwand, 150 x 170 cm